Die Kabotage bietet den Spediteuren zusätzliche Möglichkeiten, ist aber gleichzeitig einer der am strengsten kontrollierten Bereiche des Straßentransports in der EU. Vor allem bei Transporten bis zu 3,5 Tonnen kommt es hier aufgrund unklarer Vorschriften und schlechter Verwaltung zu vielen Verstößen.
Was ist Kabotage?
Unter Kabotage versteht man die Durchführung eines Inlandstransports in einem anderen EU-Land unmittelbar nach einer internationalen Fahrt.
Sie ist erlaubt, aber nur unter strengen Bedingungen.
Die wichtigsten Kabotagevorschriften
Um Kabotage legal durchführen zu können, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein.
Kernanforderungen:
- vorheriger internationaler Transportauftrag
- begrenzte Anzahl von Taxifahrten
- Umsetzung innerhalb der vereinbarten Fristen
Abweichungen führen fast immer zu Geldstrafen.
Häufige Fehler in der Praxis
Die meisten Straftaten beruhen nicht auf Vorsatz, sondern auf Unwissenheit.
Typische Fehler:
- fehlender Nachweis der Auslandsreise
- Überschreitung von Fristen
- falsche Reihenfolge der Transportaufträge
Ohne klare Aufzeichnungen ist die Einhaltung der Vorschriften kaum möglich.
Bußgelder und Strafen
Die Bußgelder für illegale Kabotage sind von Land zu Land unterschiedlich, können aber Tausende von Euro erreichen. In einigen Fällen wird das Fahrzeug vorübergehend stillgelegt.
Wie können Risiken gemindert werden?
- genaue Fahrtenaufzeichnung
- korrekte und vollständige Dokumentation
- Einsatz von digitalen Planungs- und Verfolgungssystemen
Zusammenfassung
Kabotage mit einem Transporter bis zu 3,5 Tonnen kann rentabel sein, aber nur, wenn die Regeln strikt eingehalten werden. Ohne Kontrolle und Aufsicht wird sie schnell zu einem finanziellen Risiko.




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